Donnerstag, 10. April 2008

27.03.08

von Alyce geschrieben

Protokol

-Read the link on Dr. Lazda’s website about Neidhart.

-Sex in the Middle Ages Handout ist from “Law, Sex, and Marriage in the Middle Ages”, by James Brundige if you are interested in further reading.

Walther von der Vogelweide (handout of his works)

Walther war manchmal politisch, und schrieb über Gott, Tugenden, Liebe, und Gott. Er war ein Meister in Spruchdichtung (politisch). Er war das Hohepunkt des Minnes.

· #34 „Schönheit und Liebreiz“: Dieses Lied ist eine Minneklage

-(typisch für Hoheminne).

· #35 „Rechte Liebe“: dieses Lied ist nicht für Hoheminne typisch.

-Walther ist willkürlich.

-Er nimmt es nicht einfach hin.

-Glückspiel.

-Hier ist er auch ein bisschen kritisch.

-Er erwartet etwas von ihr.

· #37 „Traumliebe“:

-eine Pastourelle;

-Er spricht ein Mädchen an.

-Geht auf Mädchenlieb, nicht Hoheminne, = erfüllte Liebe.

-Vogele, Rose, Lilie (Keuschheit);

-Rote Rose= erotische Liebe.

-Er träumte es alles.

· #39 „Traumglück“:

- Sommer ist gekommen,und er beschreibt eine Szene in der Natur.

-„Locus Amoenis“= the beautiful place (Latin); it is an ideal/motif. (Vergleicht mit der Liebesgrotte in Gottfrieds Tristan.)

-Die Welt dient ihn = Hochmut (Hubris).

- Er bezieht sich auf Gott- Gott ist immer der Herrscher.

-Tagelied (singt eine Nachtigal)- eine Krähe wackt ihm auf von seinen Traum.

-Alles war nur ein Traum.

· #40 „Unter der Linde“:

-berühmste Lied aus deutsche Mittelalter.

- Vielleicht ist se eine einfache Mädchen, vielleicht eine Dame.

-„Bei mir lag“= Sex.

-Die Frau erzählt das Lied.

-Ein schöne Ort (Locus Amoenis).

- Die Nachtigall singt schön.

-Der Mann ist schon da; machte einen Bett aus Blumen.

-Haben sie miteinander geschlafen.

-Die Frau schämt sich, wenn es jemand wusste (ansonst nichts).

-Geht um erfüllte Liebe (Naturlied, Mädchenlied).

-Hat eine positive Erinnerung (aber gleichzeitig „bittersweet“, und melancholisch.)

-Die Frau ist in der Mund gelegen von Vogelweide.

-Die Frau sagte es war ganz wunderbar- aber das war die Perspektive des Mannes. Es ist vielleicht nicht so schön.

- Die Rose hat eine doppelte Bedeutung= Liebe, und Entfräulichkeit (die Dornen). Vielleicht könnte es weh tun.

-The woman was on top= Sodomie.

- Im Mittelalter war dieses Lied wahrscheinlich nicht so populär; es ist in nur zwei Handschriften gefunden (B und C).

-War zu frivol und riskant in der Zeit populär zu sein.

- Könnte vielleicht als Paradie gemeint.

-Vielleicht Vorgewaltigung der Frau (sie schämte sich).

-Die Rosen und Dornen zeigen dass sie eine Jungfrau war.

· Anselm Kiefer- deutsche Kunstler; hat Bilder gemalht über deutsche Themen. (See the Link on the website for a look at the pictures).

· Referat: do a powerpoint, and one Handout with the important points, and the Literature.

Montag, 24. März 2008

Protokol 06.03.08

Dr. Lazda hat “Des Minnesangs Frühlings” ausgeteilt. Diese Ausgabe wurde von Karl Lachmann herausgegeben.


Welche Handschrift ist die richtige Handschrift?

· Man muß sich für eine Leithandschrift entscheiden. Die älteste Handschrift ist immer die Leithandschrift.

· Die Leithandschrift ist immer im Texte auf Schragschrift geschrieben

Wenn man einen Text aus dem Mittlealter übersetzt, es könnte viele Lücken oder verderbten Handschridten im Text geben. Um den Text zu ergänzen muß man anderen Ausgaben des Texts vergleichen

Ein Paar Merkmale des Minnesangs

· Unerwiderte Liebe

·Minnesänger kamen oft aus niedrigen Adligenstand

· Hat bestimmten Formen

· Ist mit Musik akkomponiert

· Sind eigentlich Lieder, nicht nur Gedichte

Wir haben über Gattungsprobleme mit Literaturepochen gesprochen. Es gibt auch heutzitage viele Gattungsprobleme z.B. die Unterschied zwischen Emo und Gothik

Wir haben auch viele über Minnesang gesprochen. Die Notizen davon finden sie nach unten

Saget mir ieman waz ist minne

Saget mir iemen waz ist minne (Walther von der Vogelweide)

Minnesang und Gattung

Gattungen (genre) werden durch feste Merkmale bestimmt, diese Merkmale können sich verändern, da sie durch den jeweiligen sozialgeschichtlichen Kontext beinflusst werden.

Gattung schaffen Ordnung. Sie erlauben einen Vergleich mit Texten aus der gleichen Zeitperiode, aber auch wie sich diese Texte bzw. die Gattung insgesamt verändern. Beispiel hier: Minnesang und Minnebegriff

Ein/e Autor/in ist sich der Merkmale einer Gattung bewusst, wenn diese in das Bewusstsein gedrungen ist und sich durchgesetzt hat. Bei der Komposition neuer Texte / neuer Lieder setzt er/ sie sich mit der Gattung auseinander und kann diese so belassen, verändern oder ganz ablehnen.

Die Rezipienten erfahren den Text/ das Lied auf dem Hintergrund der Gattung, bewerten es und modifizieren bzw. erweitern ihre Vorstellung von der Gattung.

Wie wird höfische Liebe (courtly love) definiert?
Liebe bzw. höfisches Verhalten zuerst im Klerus - vgl. Stephen Jaeger, The Origins of Courtliness: Civilizing Trends and the Formation of Courtly Ideals, 935-1210 (Philadelphia: Univ. of Pennsylvania Press, 1985).
Klerus gibt das Ideal weiter an Laien – Adel
Der Adel greift das Modell der höfischen Kultur im hohen Mittelalter auf

Wie wird Liebe definiert:
Liebe ist anthropologisches Phänomen, immer da
Liebe als sozialhistorisches Phänomen, Definition ist Veränderungen unterworfen
Liebe hat unterschiedlichen Stellenwert, z. B. anders im Mittelalter als heute
Liebe hat unterschiedlichen Stellenwert für den einzelnen in der jeweiligen Situation


Wie wird Minne im hohen Mittelalter definiert?

Sprachgeschichtlich Bedeutungswandel:
MINNE
ahd. minna, mhd. minne
= Erinnerung, freundliches Zurückblicken
ze minnen = zum Dank
ABER
religiöse Liebe = caritas
weltliche Liebe = amor
Im späten Mittelalter Bedeutungswandel, minne wird mit Sex in Verbindung gebracht (sexuell intercourse), wird zum anstößiges Wort und tabuisiert, geht in der Folge verloren

LIEBE
mhd. liebe Freude, Glück
mhd. liebe ab etwa 1200 neben minne in der Bedeutung "Liebe"
Gottfried von Straßburg: liep ane leit mac niht gesin
Ohne Leid / Trauer gibt es auch kein Glück

MINNESANG
Höfisches Phänomen

Einfluss: das Hohe Lied (Song of Songs) des Alten Testaments, Brautmystik
Die Liebe zwischen Christus und den Gläubigen als Vorbild für Braut und Bräutigam, nicht körperlich oder sexuell besetzt, aber erotische Besetzung möglich (Mystikerinnen, dazu auch: Caroline Walker Bynum, "Das Blut und die Körper Christi im Mittelalter: Eine Asymmetrie," Vorträge aus dem Warburg Haus 5 (2001), 75-119; see all her work in the original English)

Minne im hohen Mittelalter:
Für die Gesellschaft am Hofe des Adels = höfische Minne = courtly love
Wird vorgetragen, gesungen, von Instrumenten begleitet, auch zum Tanz
Adelskultur = Adel feiert sich selbst, Verliebtsein in den eigenen Status in der Gesellschaft, dazu auch: James A. Schultz, Courtly Love, the Love of Courtliness, and the History of Sexuality. Chicago: The University of Chicago Press, 2006.
Schultz = Courtly Love is the Love of Courtliness
Minne als Diskursthema in den Gattungen in Form von:
höfischer Roman (courtly epic), Minnesang, Sangspruch (oft mit Politik in Verbindung gebracht)

MINNESANG:
Vorgegebene Rollen: Sänger als Liebender besingt vornehme, verheiratete Dame (vrouwe), nicht auf Erfüllung ausgerichtet, Modellcharacter.

Besungen wird Liebesleid (Minneklage), Glück erfüllter Liebe (im Tagelied oder auch in späteren Liedern der 'ebenen' oder 'niederen' Minne), Trennung nach gemeinsam verbrachter Nacht (Tagelied) oder auch Trennung, weil Sänger auf Kreuzfahrt geht (Kreuzlieder)

HÖFISCHER ROMAN:
Liebe und Herrschaft (Veldeke, Eneasroman)
Persönlich erlebte Liebe und gesellschaftliche Verpflichtung (Hartmann von Aue, Erec, Iwein)
Liebe und Verpflichtung auch Thema in Wolframs Parzival, hier auch Verpflichtung sich zur eigenen Verantwortung zu bekennen und diese übernehmen, religiös geprägt
Liebe als absolute und alle gesellschaftlichen Normen sprengende Macht (Tristan)

Träger sind die "Intellektuellen" Europas: Klerus, Lehrer, Studenten

Carmina Burana
Beispiel für zeitgenössische Dichtung neben z.T antiken Texten: Carmina Burana (um 1230/50), aus Benediktbeuren, wichtige Sammlung, Liebe (u.a. Liebesklage, Pastourelle), Trinklieder, Geselligkeit, Glücksspiel, aber auch Zeitklage, Kirchenkritik und geistliche Themen.

Anonymus, Dû bist mîn, MF 3,1
Einzelstrophe aus Des Minnesangs Frühling

Überlieferung innerhalb der Tegernseer Liebesbriefe (um 1160/80): Sammlung stilistisch ausgearbeiteter lateinischer Briefe, die als Muster dienen. Strophe eingefügt als Klage einer Frau an den Geliebten (Lehrer und Schülerin?); Frau spricht; Form: ich dein – du mein (Chiasmus), bildliche Sprache betont ewige Bindung

Der von Kürenberg (um 1150/60)
Falkenlied, MF 8,33/9,5
Jagdfalke als Motiv von Liebesdichtung
Frauenstrophen, Männerstrophen, Wechsel,Trennung: Got sende sî zesamene
Auch: Falkentraum Kriemhilts im Nibelungenlied (Str. 13-19) und von Uote gedeutet, Vorausschau
Falkenthematik in der Adelskultur des hohen Mittelalters

Früher Minnesangs oder auch Donauländischer Minnesang, um 1150 - 1170

Vertreter: Der von Kürenberg, Meinloh von Sevelingen, Burggraf von Regensburg
In der Regel einstrophige Lieder
Themen: Sehnsucht, Trennung, Werbung
Form: Langzeilenstrophe, Paarreim, oft unreine Reime (Assonanzen)
Männer- und Frauenstrophen
Wechsel, sprechen nebeneinander, nicht miteinander


Donnerstag, 13. März 2008

Protokol 21.2.08

von Zac Dover (endlich, verspaetet geschrieben)

Woher wissen wir Sachen ueber das Leben der Frauen im Mittelalter? Diese Frage habe ich (Zac) ganz am Anfang gestellt, und wir haben sie fuer ungefaehr 30 Minuten diskutiert.

Hrotsvit von Gandersheim haben wir diskutiert.

Dr. Lazda hat mitgeteilt, dass "Gerade" in Mittelhochdeutsch bezeichnet den Sohn, der als Erbe bezeichnet ist.

Von DNS-Analyse und Friedhoefe koennen wir ungenaue Bevoelkerungszaehlungen bekommen.

Oswald von Wolkenstein (in der gelenkten Seite mit geschlossenem Auge, als ob er etwas im Auge hat, dargestellt) wurde diskutiert.

Sachsenspiegel-- dieses Buch vom XIIIen Jahrhundert wurde diskutiert. Das Buch war das erste gesetzliche Dokument, das auf Deutsch und nicht auf Lateinisch geschrieben ist. Deswegen ist es eine wichtige Quelle fuer Forscher der mittelalterlichen Welt.

Hayden Whites "Metahistory" ist diskutiert worden. Das geht um wie Historiker historische Ereignisse sammeln und arrangieren, um eine Geschichte daraus zu machen.

Leopold von Ranke: "[…] nicht das Amt die Vergangenheit zu richten, die Mitwelt zum Nutzen zukünftiger Jahre zu belehren, sondern bloß zu zeigen, wie es eigentlich gewesen ist" Ranke war einer der ersten Historiker, der mit zeitgenossischen Quellen gearbeitet hat. Er war auch Hegelgegner. Hegelgegner.

Die Lage der Frauen in der mittelaltlichen Welt ist diskutiert worden. Besonders haben wir diskutiert, dass die Frauen die Macht ueber Essensbereitung bzw. Vergiftung verfuegten.

Marianne hat was ueber ihren Freund in Wien erzaehlt, der in einem Kloster eingetreten hat. Er musste alle seine eigene Erbenrechte (d.h. wenn seine Eltern sterben, ist es nicht gestattet, dass er erbt) zur Kirche ueberschrieben, bevor er eintreten duerfte.

Wir haben das Fasten und Visionen diskutiert. Fast alle Literatur ueber Fasten und Visionen ist von Frauen geschrieben.

Hildegard von Bingen hat viele Buecher geschrieben, unter anderem ein Buch ueber Chirurgie (vielliecht nur Heilkraft).

Sticken, naehen, kochen--was die Frauen die jungere Frauen lehren mussten.

Parzival endlich und Streit ueber was im Ausschnitt passiert ist: Vergewaltigung oder nur Kuesse?

Endlich haben wir "Heidenroslein" von Goethe gelesen, und diskutiert. (Bild)

Saget mir ieman waz ist minne

Saget mir iemen waz ist minne (Walther von der Vogelweide)

Minnesang und Gattung

Gattungen (genre) werden durch feste Merkmale bestimmt, diese Merkmale können sich verändern, da sie durch den jeweiligen sozialgeschichtlichen Kontext beinflusst werden.

Gattung schaffen Ordnung. Sie erlauben einen Vergleich mit Texten aus der gleichen Zeitperiode, aber auch wie sich diese Texte bzw. die Gattung insgesamt verändern. Beispiel hier: Minnesang und Minnebegriff

Ein/e Autor/in ist sich der Merkmale einer Gattung bewusst, wenn diese in das Bewusstsein gedrungen ist und sich durchgesetzt hat. Bei der Komposition neuer Texte / neuer Lieder setzt er/ sie sich mit der Gattung auseinander und kann diese so belassen, verändern oder ganz ablehnen.

Die Rezipienten erfahren den Text/ das Lied auf dem Hintergrund der Gattung, bewerten es und modifizieren bzw. erweitern ihre Vorstellung von der Gattung.

Wie wird höfische Liebe (courtly love) definiert?
Liebe bzw. höfisches Verhalten zuerst im Klerus - vgl. Stephen Jaeger, The Origins of Courtliness: Civilizing Trends and the Formation of Courtly Ideals, 935-1210 (Philadelphia: Univ. of Pennsylvania Press, 1985).
Klerus gibt das Ideal weiter an Laien – Adel
Der Adel greift das Modell der höfischen Kultur im hohen Mittelalter auf

Wie wird Liebe definiert:
Liebe ist anthropologisches Phänomen, immer da
Liebe als sozialhistorisches Phänomen, Definition ist Veränderungen unterworfen
Liebe hat unterschiedlichen Stellenwert, z. B. anders im Mittelalter als heute
Liebe hat unterschiedlichen Stellenwert für den einzelnen in der jeweiligen Situation


Wie wird Minne im hohen Mittelalter definiert?

Sprachgeschichtlich Bedeutungswandel:
MINNE
ahd. minna, mhd. minne
= Erinnerung, freundliches Zurückblicken
ze minnen = zum Dank
ABER
religiöse Liebe = caritas
weltliche Liebe = amor
Im späten Mittelalter Bedeutungswandel, minne wird mit Sex in Verbindung gebracht (sexuell intercourse), wird zum anstößiges Wort und tabuisiert, geht in der Folge verloren

LIEBE
mhd. liebe Freude, Glück
mhd. liebe ab etwa 1200 neben minne in der Bedeutung "Liebe"
Gottfried von Straßburg: liep ane leit mac niht gesin
Ohne Leid / Trauer gibt es auch kein Glück

MINNESANG
Höfisches Phänomen

Einfluss: das Hohe Lied (Song of Songs) des Alten Testaments, Brautmystik
Die Liebe zwischen Christus und den Gläubigen als Vorbild für Braut und Bräutigam, nicht körperlich oder sexuell besetzt, aber erotische Besetzung möglich (Mystikerinnen, dazu auch: Caroline Walker Bynum, "Das Blut und die Körper Christi im Mittelalter: Eine Asymmetrie," Vorträge aus dem Warburg Haus 5 (2001), 75-119; see all her work in the original English)

Minne im hohen Mittelalter:
Für die Gesellschaft am Hofe des Adels = höfische Minne = courtly love
Wird vorgetragen, gesungen, von Instrumenten begleitet, auch zum Tanz
Adelskultur = Adel feiert sich selbst, Verliebtsein in den eigenen Status in der Gesellschaft, dazu auch: James A. Schultz, Courtly Love, the Love of Courtliness, and the History of Sexuality. Chicago: The University of Chicago Press, 2006.
Schultz = Courtly Love is the Love of Courtliness
Minne als Diskursthema in den Gattungen in Form von:
höfischer Roman (courtly epic), Minnesang, Sangspruch (oft mit Politik in Verbindung gebracht)

MINNESANG:
Vorgegebene Rollen: Sänger als Liebender besingt vornehme, verheiratete Dame (vrouwe), nicht auf Erfüllung ausgerichtet, Modellcharacter.

Besungen wird Liebesleid (Minneklage), Glück erfüllter Liebe (im Tagelied oder auch in späteren Liedern der 'ebenen' oder 'niederen' Minne), Trennung nach gemeinsam verbrachter Nacht (Tagelied) oder auch Trennung, weil Sänger auf Kreuzfahrt geht (Kreuzlieder)

HÖFISCHER ROMAN:
Liebe und Herrschaft (Veldeke, Eneasroman)
Persönlich erlebte Liebe und gesellschaftliche Verpflichtung (Hartmann von Aue, Erec, Iwein)
Liebe und Verpflichtung auch Thema in Wolframs Parzival, hier auch Verpflichtung sich zur eigenen Verantwortung zu bekennen und diese übernehmen, religiös geprägt
Liebe als absolute und alle gesellschaftlichen Normen sprengende Macht (Tristan)

Träger sind die "Intellektuellen" Europas: Klerus, Lehrer, Studenten

Carmina Burana
Beispiel für zeitgenössische Dichtung neben z.T antiken Texten: Carmina Burana (um 1230/50), aus Benediktbeuren, wichtige Sammlung, Liebe (u.a. Liebesklage, Pastourelle), Trinklieder, Geselligkeit, Glücksspiel, aber auch Zeitklage, Kirchenkritik und geistliche Themen.

Anonymus, Dû bist mîn, MF 3,1
Einzelstrophe aus Des Minnesangs Frühling

Überlieferung innerhalb der Tegernseer Liebesbriefe (um 1160/80): Sammlung stilistisch ausgearbeiteter lateinischer Briefe, die als Muster dienen. Strophe eingefügt als Klage einer Frau an den Geliebten (Lehrer und Schülerin?); Frau spricht; Form: ich dein – du mein (Chiasmus), bildliche Sprache betont ewige Bindung

Der von Kürenberg (um 1150/60)
Falkenlied, MF 8,33/9,5
Jagdfalke als Motiv von Liebesdichtung
Frauenstrophen, Männerstrophen, Wechsel,Trennung: Got sende sî zesamene
Auch: Falkentraum Kriemhilts im Nibelungenlied (Str. 13-19) und von Uote gedeutet, Vorausschau
Falkenthematik in der Adelskultur des hohen Mittelalters

Früher Minnesangs oder auch Donauländischer Minnesang, um 1150 - 1170

Vertreter: Der von Kürenberg, Meinloh von Sevelingen, Burggraf von Regensburg
In der Regel einstrophige Lieder
Themen: Sehnsucht, Trennung, Werbung
Form: Langzeilenstrophe, Paarreim, oft unreine Reime (Assonanzen)
Männer- und Frauenstrophen
Wechsel, sprechen nebeneinander, nicht miteinander

13.03.2008

1.) Sexual decision-making process: Was und wann darf man machen? (fast nichts, fast nie).
--In Kloster geschrieben, in Bussbücher weitergegeben
--Frauen brachten Sünde in die Welt
--Ablaste? forgiveness, ave maria

2.) Minnesang--Schweikle
--Liste:
Enstehungstheorien
Gründe für Minnesang
Affektshandlung/Steuerung:
doesn't actually lead to overall good, look at war today
purpose to better society through cultural behaviours...

3.) Waz ist minne? Sprechen über Liebe
Aist, Aue, Morungen, von der Vogelweide, Neidhart

*Merkmale des frühen Minnesangs?
Das Tagelied

Warum ist Aist als fahrenden Handler bekleidet? Was gibt's mit dem armen Esel?


MF 39, F8

4.) Gattungstradition des Tagelieds:
-von der romanischen Gattung der Alba
-ungefähr am Anfang des 12. Jh.
-Dietmars von Aist, älteste Tagelied
-gibt Mann, Frau, Wecker
-wörtliche Rede

*Heinrich von Morungen:
-dichtete um 1200
-von dem niedrigen Adel
-35 Lieder in 115 Strophen in Handschriften A, B, und C.
-bevorzugte Form- Kanzone
Wir übersetzten MF122,1, 125, 19
geht um eine sehr lobenswertige Frau, beschreibt diese Frau und wie er sie verehrt. weisse Haut, rote Mund, ebene Zähne: Idealen der erotischen Schönheit
--haben auch andere Lieder von ihm diskutiert...

*Schweikles Konzept der hohen Minne-Dienst als Ziel.
Ist das ein ethisches Konzept? Bildungsmittel, um Tugenden zu fördern *höher muot am wichtigsten*

*Ist Minnesang widersprüchlich zur sexuellen Ethik dieser Zeit?
Sex ohne Möglichkeit der Schwangerschaft IST EINE SüNDE!
-Kleriker kann keinen Sex haben, wollten, dass andere auch keinen Sex haben dürfen.
-Frauen allgemein sind schlecht und werden Männer verführen
-keine Sexualität
-Hexen haben Sex mit dem Teufel!





Kirche vs. höfliche Liebe-Frauen sind der Kirche schlecht, aber sind den Minnesängern ein Art von Tugendspiegel. Indirekte Kritik auf der Kirche?

*Hartmann von Aue





-lebte im 12. Jh. irgendwo im Südwesten...Freiburg? Reichenau?
-schrieb 2 Romane, Erec und Iwein; 2 Erzählungen, Armer Heinrich und Gregorius; 18 Minnelieder.
(sehen Sie auch Th. Manns Der Erwählte)






*neue Konzept der ebenen Minne
MF 216, 29--"Maniger grüezet mich also" Gehen wir Schauen!
--gegenseitigkeit
--Beschränkungen nicht mehr da zwischen Mann und Frau

*Dann haben wir Marianne einen glücklichen Geburtstag gewünscht!
*Dann müssten wir gehen, wegen Salsa-abend...

Freitag, 29. Februar 2008

Protokol 28.2.2008

Kurze Zusammenfassung von das letzte Mal.
In Wolfraum von Echenbach - Zu welchem Schluss, Kuss oder Vergewaltigung?

Goethes Heidenroesline gelesen und diskutiert. Was fuer symbolen hat deises Gedicht. Rose als symbol der Jungfraeulichkeit. Im Mittel Alter gibt es immer symbolen. Alles hat eine Bedeutung.

Dr. Lazda hat Theraflu genommen und sagte dass sie vielleicht Unsinn reden wird. (Bisher keinen Unsinn von Dr. Lazda.)

Beispiele von Symbolen, auch in moderne Literatur. Thomas Mann wusste viel ueber den Mittel Alter und benutzt auch viele Symbolen, Tot in Venedig als Beispiel. Nicht nur in Literatur, aber auch in Filme.

Gottfried von Strassbourg - kein Adlige, gute Bildung, humanistische Tugend, warscheinlich ein Kleriker. Jahre 1200 - 1220 Tristan geschrieben.

Tristan hat humanistische Tugend und war kein Ritter.

War es wahre Liebe wegen des Zaubergetraenk? Liebe ist Freude und Leiden und macht die beiden wahnsinnig.

ideale Literatur - als Bildungsmittel, ideal Saenger - als Vorbild

Symbolen der sexualitaet - Voegel und Garten. Voegeln dikussion.

Uebersetzungen von Tristan
Struktur und Form sind sehr wichtig. Gottfried sagte dass man ueber Liebe wissen musste um was darueber zu schreiben. Wir wissen aber nicht ob er Erfahrung damit ueberhaupt hatte.

Hoehe Muot diskutiert - Gluecksgefuehl und Selbstzufriedenheit.

Samstag, 9. Februar 2008

Protokoll 31.1.

Protokoll für die Stunde vom 31. 01. 2008

GN 515: Mittelhochdeutsch
Protokoll: Marianne Thomm

Wiederholung zur Textkritik

Wie schlägt man ein mittelhochdeutsches Wort im Lexer Online-Wörterbuch nach?

„wande“- waenen: meinen, glauben, vermuten, ahnen, erwarten, hoffen
„degen“- daegen: Bedeutungswandel im Neuhochdeutschen zu „Degen“;
Im Mittelhochdeutschen: Held, Recke
„ciere“ heute: Zier
„dicke sampfter“: viel sanfter
„chemenate“: Schlaf- und Wohnzimmer der Frauen; beheizter Raum im Schloss


Die ersten Strophen des Nibelungenliedes

In alten Legenden wird uns von vielen wunderbaren Geschichten berichtet,
Von vortrefflichen Helden, von groβem Leid,
Von Freuden und Festen, von Weinen und von Trauer,
Von den Kämpfen mutiger Helden werdet ihr jetzt vieles hören.

In Burgund wuchs eine sehr schöne junge Dame heran.
Sie war so schön, dass es im ganzen Land keine schönere gab.
Ihr Name war Kriemhild: sie war wirklich sehr schön.
Wegen ihr mussten später viele vortreffliche Helden sterben.

Dem schönen Mädchen stand das Geliebtwerden sehr gut,
Niemand war ihr gram. Sie war unglaublich schön,
Ihre jungfräulichen Tugenden hätten
Auch anderen Frauen wohl angestanden.

Um sie kümmerten sich drei vornehme Könige,
Gunther und Gernot, die vornehmen Helden,
Und der junge Giselher, ein auserwählter Held.
Die schöne Dame war ihre Schwester,
Die Fürsten kümmerten sich um sie.


Die Herren waren gnädig und wohlgeboren,
Unglaublich stark waren die auserwählten Helden.
Ihr Land war das Burgundenland,
Später sollten sie im Land Etzels groβe Taten vollbringen.

Sie herrschten in Worms am Rhein mit ihrer ganzen Macht.
In ihren Landen waren viele stolze Ritter ihre Untergebenen,
Die ihnen bis zu ihrem Ende treu dienten.
Später mussten sie wegen dem Zwist zweier edler Frauen
Jämmerlich sterben.

Eine vornehme Königin war Frau Ute, ihre Mutter.
Ihr Vater hieβ Dankrat, der ihnen das Erbe
Nach seinem Tod hinterlieβ. Er war ein
Sehr vornhemer Mann, der selbst in seiner Jugend viele
Groβe Taten vollbracht hatte.


Diskussion um die Funktion der Vorgriffe im Nibelungenlied

- Spannungserhalt: Es ging bei der mündlich vorgetragenen Geschichte weniger um den Verlauf der Geschichte, als um die Darstellung der Erzählung
- Falkentraum: noch bevor Kriemhild Siegfried kennenlernt, wird schon vorausgedeutet, dass sie ihn wieder verlieren wird
- Dem Zuhörer wird von Anfang an gesagt, was er in der Geschichte zu hören bekommen wird: Tragik, Liebe, Verrat, Schlachten, und vortreffliche Recken

Die Handschriften A,B und C

Handschrift A wird in München aufbewahrt, Handschrift B in St. Gallen (Schweiz), Handschrift C, die als die jüngste gilt, befindet sich in Karlsruhe.
Aus den drei überlieferten Handschriften des Nibelungenliedes lässt sich kein einheitlicher Text gewinnen, den man mit Sicherheit als „authentisch“ bezeichnen könnte, denn alle überlieferten Handschriften weichen in der Zahl der Strophen, Sprache und Graphie erheblich voneinander ab.
Die relativ groβe Zahl der bis heute überlieferten Handschriften weist darauf hin, dass das Nibelungenlied seinerzeit (also um 1200) sehr populär war.
Handschriften A und C sind sich sehr ähnlich, B ist eine eigenständige Handschrift. Die kritische Ausgabe von Karl Bartsch zeigt, wo Handschriften A und C von B abweichen.


„Philology in a Manuscript Culture“ (Nichols)

- Plädoyer für die “diplomatische Ausgabe,” die schon am Text zeigt, dass der übertragene Text ein Konstrukt bzw. Eine Interpretation ist
- Die Philologie muss „zurück zum Text“

PP: Mittelalter: Kosmologie oder Was man gedacht hat, wie die Welt aussieht

- vor dem Mittelalter: zwei Hemisphären;
- wo liegt was auf der Welt: „T-Modell“: Asien oben, Europa rechts und Afrika links unten; Jerusalem ist der Nabel der Welt; christozentrisches Weltbild;
- das Paradies liegt oben in der Mitte zwischen China und Indien; (Londoner Psalterkarte, 1. Hälfte 13. Jahrhundert;
- die Welt ist der Körper Gottes
- Ebstorfer Weltkarte: gröβte Radkarte des Mittelalters, Durchmesser: 3,50 Meter.
Im 2. Weltkrieg verbrannt; in den 1950-er Jahren wurden Nachbildungen erstellt.

Kreis als Symbol

-„Kreislauf“
- Leben als Kreis gedacht
- Gott thront über der Welt
- Fortuna dreht das Glücksrad
- Ständeordnung ist von Gott gegeben
- „Ordnung ist schön“
- Alles im Leben ist von Gott bestimmt

Ritter und Knappe

- Codex Manesse, Universitätsbibliothek Heidelberg = Prachthandschrift mit Illustrationen
- Knappe ist viel kleiner dargestellt als der Ritter = „soziales Schrumpfen“
- Schwertleihe: das Schwert wurde den jungen Männern verliehen, sobald diese kriegsfähig waren
- In der Nacht vor der Schwertleihe: Besinnung auf die Pflichten als Ritter, Gebet;
- Beliebtester Tag für die Schwertleihe: Ostern, das höchste Fest der Christen

Weltbild

- Weltverlauf folgt einem von Gott vorgegebenen Plan
- „Ordo“- Prinzip: alles hat einen Grund
- Alle Wesen haben ihren vorgesehenen Platz. Wer sich gegen diese göttliche Ordnung auflehnt, begeht die Todsünde der „Superbia“ (=Hochmut)
- „Die Welt ist ein Buch“: Lesbarkeit der Welt

Protokoll 24.1.

Hallo Aaron, koennen Sie hier bitte Ihr Protokoll einsetzen? Danke. rl

Protokoll

Hallo Aaron und Marianne,
können Sie bitte Ihre Protokolle raufladen? Danke!
rl

Donnerstag, 24. Januar 2008

Protokoll für 24.1.2008

♠ Dr. Lazda zeigte uns TurnItIn und Klassenblog


♠ Diskussion über mittelhochdeutsche Verben.
♦Warum sind sie einfacher? (siehe S. 35 von "Middle High German Verbs Explained")
♦Warum haben wir keine Verbformen jetzt?
♦Welche sind stark, welche schwach? (die die haüfig benutzt sind sind stark)


♠ Sprache bewegt sich immer
♦phonologisch
♦grammatisch
♦orthographisch
♦semantisch

♠ Konjunktiv: "was" vs. "were" auf Englisch


♠ Wie übersetzt man? Welche Methode nutzt man?
♦soll nicht sinnlos sein
♦möglichst ähnlich zu Original


♠ Arten vom Reim
♦Stabreim--alliterierend, häufig in althochdeutsche Literatur benutzt (Hildebrandslied, Merseburger Zauberspruche)
♦Nibelungenlied hat Endreim


♠ Hildebrandslied ist ein Heldenlied, hat ein Kern in den Völkerwanderungen


♠ Falkenlied ist ein entäuschtes Liebeslied
♦Worüber handelt sich das Lied?
♦ «xxxxxxx» bedeutet, daβ es Frauenstrophe ist


♠ Übersetzung-Übung mit "Ich saz ûf eime steine" von dem Codex Manesse


Dienstag, 8. Januar 2008

Willkommen

Liebe Studenten und Studentinnen,

Protokolle:
Bitte laden Sie alle Protokolle auf diese Seite. Schreiben Sie bitte unten in "Labels for this post" das Wort "Protokoll" - so finden wir alle Protokolle schnell. Schreiben Sie auch bitte immer oben unter "Title" das Datum dazu, also "Protokoll der Sitzung vom 17. Januar."

Rezensionen:
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Fragen:
Sie können im Blog natürlich auch Fragen oder Themen diskutieren.

Viel Spaß im Kurs!